"Das Schönste aber hier auf Erden, ist lieben und geliebt zu werden".
(W. Busch)
Über Stock und Stein

Aufstellungen

Je nach Setting biete ich zu Ihrer Unterstützung auch Familien- und Strukturaufstellungen an.  Diese spezielle Methode der systemischen Therapie eröffnet vielfältige, neue Sichtweisen und Handlungsspielräume für erwünschte Veränderungen, Verbesserungen oder neue Lösungsmöglichkeiten.

Meine Diplomausbildung zur systemischen Aufstellungsleiterin erfolgte mittels einem zusätzlichen Lehrgang für systemische Aufstellungsarbeit und vielen, weiterführenden Fortbildungen und praktischen Übungen.

Wie ist die Durchführung?

Eine Person beschreibt in einem Interview der Aufstellungsleiterin, dem Aufstellungsleiter und den anwesenden Personen im Raum, ihr „Anliegen“ („Anliegen“ steht für eine Ausgangssituation, beispielsweise eine Frage, eine anstehende Entscheidungsfindung, eine erwünschte Veränderung, eine problematische Situation, ein wiederkehrendes Muster, ein Ziel, Klarheit, …). Vertraulichkeit ist dabei oberstes Gebot.

Dann wählt die Aufstellungsleiterin, der Aufstellungsleiter ein passendes Aufstellungsformat und die Aufstellung kann beginnen.

Die Person mit einem Anliegen wählt  Repräsentantinnen und Repräsentanten (Stellvertreterinnen und Stellvertreter) aus einem anwesenden Personenkreis, für beispielsweise Familienmitglieder oder Aspekte, aus.

Die Person mit dem Anliegen positioniert anschließend die ausgewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten im Raum so, dass das eigene „Bild“ einer Situation für alle Personen im Raum zu sehen ist. Ebenso nehmen sich die Repräsentantinnen und Repräsentanten gegenseitig wahr. Dabei werden die Abstände zu den jeweils anderen Repräsentantinnen und Repräsentanten gesehen und überprüft. Wer sieht wen und wer sieht wen nicht? Wer oder was hindert? Wer oder was fördert? Was fühlt sich besser/schlechter an? Wer oder was fehlt? Welche Veränderungen sind möglich?…

Durch die genaue Befragung der Aufstellungsleiterin, des Aufstellungsleiters ergeben sich weitere, genauere Beschreibungen der Gedanken, Emotionen und der körperlichen Wahrnehmungen der Repräsentantinnen und Repräsentanten. Dies führt oft schon zu interessanten, ersten Erkenntnissen, die der Person mit dem Anliegen möglicherweise bisher noch unbekannt waren.

Mit weiteren Befragungen und zusätzlichen Unterstützungen seitens der Aufstellungsleiterin, des Aufstellungsleiters können Impulse für Veränderung, neue Erkenntnissen zu Ressourcen, Anerkennung von bisher nicht Gesehenen, Ausgleich von Geben und Nehmen, Vergebung und Versöhnung, neue Wege und Möglichkeiten, … gesetzt werden. Während dieser Prozessarbeit können Repräsentantinnen und Repräsentanten immer wieder neue Erkenntnisse und Aspekte liefern.

In Folge werden Veränderungen so lange vorgenommen, bis es allen Beteiligten  „besser“ oder „anders“ geht und Zufriedenheit und Ausgleich im System entstehen kann bzw. Lösungswege aufgezeigt werden.

Zum Ende hin stellt sich meist die Person mit dem Anliegen an die Stelle der eigenen Repräsentantin oder des eigenen Repräsentanten und so können (neue) Erkenntnisse direkt erfahren werden.

Zum Abschluss verlassen die Repräsentantinnen und Repräsentanten die Aufstellung und „kehren wieder in ihr eigenes Leben zurück“, dies wird oft mit kleinen, körperlichen Übungen unterstützt.

Anschließend wird im Plenum eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse durchgeführt und Erkenntnisse, Wirkungen, Entscheidungen, Erlebtes, Gesehenes und (neue) Lösungswege reflektiert.

Familien und Systemaufstellungen (auch Strukturaufstellungen oder Organisationsaufstellungen genannt) mit ca. 6-12 Personen werden in ein- oder mehrtätigen Seminarformen angeboten. Dabei werden mehrere Anliegen hintereinander erarbeitet und es braucht im Einzelnen genügend Zeit für Vor- und Nachbesprechungen.

Was wirkt während einer Aufstellung?

Körper, Geist und Seele aller Beteiligten arbeiten in einem „Feld“ (Raum) transpersonal zusammen, um unbewusste, „innere Wahrheiten“ oder „inneres Wissen“ spontan und wahrhaftig zu zeigen, wo allein nur der „Verstand“ nicht immer Zugang hat. Dabei werden unsichtbare, universelle „Informationen“ erkannt und dadurch sichtbar, fühlbar und erlebbar.

Aufstellung mit einem Systembrett

Bei einer Systembrettaufstellung geht es, genau wie bei den Aufstellungen mit Personen darum, ein inneres Bild einer Situation auf einem quadratischen Holzbrett (als räumliche Begrenzung) mittels Figuren oder anderer (kleinerer) Gegenstände als „Repräsentanten“ aufzustellen. Dabei geben die Figuren und Gegenstände Informationen, die möglicherweise bisher noch nicht erkannt wurden. In der Folge können ebenso wie bei Aufstellungen mit Personen, Entscheidungen möglich werden, Hindernisse zur Zielerreichung erkannt und Lösungswege ausprobiert werden.

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Unterschied zwischen Aufstellungen mit Personen und Systembrett

Bei einer Systembrettaufstellung ist nur die Beraterin oder der Berater und die Person mit einem Anliegen im Raum anwesend. Dies kann bei dem Wunsch nach noch mehr Anonymität oder aus einfacher, schneller Handhabung in aktueller Situation sehr von Vorteil sein. Ich setze gegebenenfalls das Systembrett auch für Paare oder kleine Gruppen ein, wenn die Methode zum Setting passt.

Zusätzliche Informationen zur Aufstellungsarbeit:

Bundesministerium für Gesundheit in Österreich:

https://www.wko.at/Content.Node/branchen/stmk/Gewerbliche-Dienstleister/aufstellungsarbeit.pdf